Wendepunkte im Leben

Wenn wir auf unser Leben zurückblicken, um zu bilanzieren und zu erkennen, was uns ausmacht und wichtig für uns war und noch immer ist, dann ist es hilfreich, die biografischen Wendepunkte in den Blick zu nehmen. Es gibt sie in jedem Werdegang: die Momente, an denen sich das Leben um 180 Grad dreht. Wendepunkte in der Biografie können Gipfel aber auch Talsohlen sein.

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Der rote Faden

Auf meinem Nachttisch liegt ein Tagebuch, in das ich jeden Abend schreibe, worüber ich heute glücklich gewesen bin, was mich mit Dankbarkeit erfüllt und welche Erfolge ich hatte. An einem faulen Sonntag besteht der Erfolg vielleicht nur darin, die Küche aufgeräumt und einen besonders langen Spaziergang mit dem Hund gemacht zu haben. Mich erdet das sehr und beruhigt die zu mir gehörenden Zweifel, ob ich wirklich alles gut genug mache oder eigentlich besser sein sollte.

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Wer schreibt heutzutage eigentlich seine Biographie?

Dies ist mit Abstand die häufigste Frage, die mir als Biographin gestellt wird: „Wer macht so was eigentlich, wer lässt seine eigene Biographie schreiben?“ Die Frage hat etwas mit Verunsicherung zu tun, in ihr schwingt oft mit: „Ich bin ja weder prominent noch Narzisst, ich brauche das nicht zu tun. Und eigentlich darf ich es auch gar nicht.“

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Sich vollständiger fühlen

Ich habe meine beiden Eltern immer wieder angestupst und aufgefordert, ihr Leben aufzuschreiben. Mein Vater machte vor elf Jahren einen Vorstoß, indem er in einem Brief an meine Kinder seine Kindheitserinnerungen an den Krieg schilderte. Einige Jahre später setzte er sich ernsthaft an seine Biografie. Letztes Jahr wurde sie fertig und er verteilte 50 Exemplare an Freunde und Verwandte. Meine Mutter war etwas schneller und hatte die erste Hälfte ihres Lebens schon im Jahr zuvor niedergeschrieben und als Buch drucken lassen.

Die beiden Lebensgeschichten meiner Eltern jetzt im Bücherregal stehen zu haben, bedeutet mir mehr als ich dachte. Sie zum Schreiben angeregt zu haben, war gewissermaßen meinem Beruf geschuldet gewesen. Ich merkte aber zunehmend, dass es mehr mit mir machte. Weiterlesen

Die Sache mit der Diskretion – warum ich die Interviewphase liebe

Es ist geschafft. Der Antrittsbesuch hat nicht zu einem vorzeitigen Abbruch der Beziehung geführt, der Interessent ist mit den Preisvorstellungen einverstanden, hat den Vertrag unterschrieben, wir haben uns auf den Modus der Zusammenarbeit geeinigt und ich darf mein Gegenüber jetzt zu meiner großen Freude als Kunden ansehen.

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Irgendwo gibt es sie, die Worte eines Menschen, die in ihm leben

„Ich bin 1936 geboren. Von klein auf musste ich meine sechs jüngeren Geschwister betreuen, denn die Mutter war krank. Abends hatte ich den gesamten Haushalt zu erledigen, abzuwaschen natürlich von Hand, dann alle Schuhe zu putzen und in einer langen Reihe aufzustellen; ab etwa 22 Uhr war ich mit allem fertig, dann durfte ich Hausaufgaben machen.

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Was Sie schon immer über Privatbiografien wissen wollten

Normalerweise tippen wir BiografInnen im stillen Kämmerlein vor uns hin oder treffen unsere Kunden zum Gespräch in deren Zuhause.

Am 7. Mai ist das anders: Um 11 Uhr sammeln wir Mitglieder des Biographiezentrums uns im Literaturhaus Berlin in der Fasanenstraße 23 und ölen unsere Stimmen.

Die Berliner Biografinnen Sabine Tietjen und Katja Sengelmann und BiografInnen aus nah und fern laden zur Matinee ein

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Biografien im Self-Publishing – Wie ein Buch das Licht der Welt erblickt

Sie schreiben Ihre Biografie oder Ihre biografischen Erinnerungen? Sehr gut.
Mit Unterstützung eines/einer erfahrenen Biografin? Ausgezeichnet!

narrative-794978_1280Sie möchten Ihre Geschichte als Einzelexemplar oder in kleiner Auflage im Copyshop vervielfältigen oder in einer Druckerei perfekt drucken und binden lassen – auf dass Ihre Lebensgeschichte im familiären/privaten Umfeld verteilt und weitergereicht wird und so der Nachwelt erhalten bleibt?
Dann haben Sie das Wichtigste erreicht: Sie werden nie vergessen werden. Zumindest nicht im Kreis von Freunden und Verwandten.

Vielleicht aber hoffen Sie (warum auch nicht!), dass Ihre einzigartige Lebensgeschichte auch fremde Menschen bereichern, faszinieren, erheitern oder stärken könnte … Weiterlesen

Die Macht unterbewusster Zweifel

Es war hier mehrfach die Rede von Kosten, die eine private Biografie verursacht. Die Beispielrechnungen kann ich voll bejahen, die Realität sähe oft noch wesentlich teurer aus, wenn man den gesamten Aufwand in Cent und Euro ummünzen würde. Ich möchte hier noch einen anderen Gedanken in den Vordergrund stellen: das Bewusstsein des Kunden bzw. des Interessenten als möglichen Entscheidungsfaktor pro oder kontra Biografieprojekt. Weiterlesen

Buchmesse Frankfurt: Unsere Kollegin Grit Kramert über Privatbiografien

Erfahrene Autorin, Gewinnerin des Biografiepreises 2015, Mitherausgeberin des Handbuchs für Biografen – kein Wunder, dass Grit befragt wurde, als der Radiosender SWRinfo sich mit dem Thema Biografie befasste. Die Redaktion griff auf, dass die Biografie als Genre auf der Buchmesse ihren ganz eigenen Platz einnimmt. Vermehrt befassen sich nicht nur Promis sondern auch „Normalsterbliche“ mit ihrer eigenen Geschichte.

SWR info Moderator Stefan Eich wollte am 19. Oktober von Grit wissen, wie es ist mit dem Schreiben einer Privatbiografie: Wie lange dauert es, was kostet es, wie strukturiert man eine Biografie? Grits Antworten auf all diese Fragen gibt es hier im Interview zu hören Warum viele ihr Leben aufschreiben und hier zu lesen: Probleme verstaut zwischen Buchdeckeln

Die Frankfurter Buchmesse läuft noch bis zum Sonntag, den 23. Oktober 2016.

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