Eine neue Erfahrung

Jetzt ist es passiert: ich habe erstmals einen Kunden, der jünger ist als ich. Gut, ich habe mich daran gewöhnt, dass seit geraumer Zeit in meinem Brot-und-Butter-Job als Technischer Redakteur meine Chefs jünger sind als ich und noch in den Kindergarten gingen, als beispielsweise auf der Bonner Hofgartenwiese die große Friedensdemonstration stattfand. Aber in unserem Metier des Lebensgeschichtenaufschreibens hatte ich bisher immer mit hochbetagten Herrschaften zu tun, die gelegentlich nach Ende des Projekts das Zeitliche segneten – oder in einem Fall auch davor.

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Biografien, die Freude machen

Auch wenn die Anzahl meiner Biografiekunden (also die, die wirklich „Kunden“ geworden sind) recht überschaubar geblieben ist, so ist doch die Erfahrung aus Akquise und Vorgesprächen recht umfangreich. Man telefoniert oder trifft sich mit bis dato unbekannten Menschen, die aus dem einen oder anderen Grund den Wunsch haben, ihre Lebensgeschichte aufzeichnen zu lassen. Das Spektrum der Leute, die man kennenlernt reicht von der liebenswerten alten Dame, die eigentlich nicht aus eigenem Antrieb sondern ihren Kindern oder Enkeln zuliebe mitspielt, bis hin zu extrovertierten, bisweilen geradezu narzisstischen Persönlichkeiten, die endlich die Gelegenheit wahrnehmen wollen, der Welt ihre Sicht der Dinge mitzuteilen.

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